zum 13. Sonntag nach Trinitatis
Werke zu diesem Anlass
Liebe Brüder, ich will nach menschlicher Weise reden: Verwirft man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestätigt ist, und tut auch nichts dazu. Nun ist ja die Verheissung Abraham und seinem Samen zugesagt. Er spricht nicht: «durch die Samen», als durch viele, sondern als durch e i n e n: «durch den Samen», welcher ist Christus. Ich sage aber davon: Das Testament, das zuvor von Gott bestätigt ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, dass die Verheissung sollte durch das Gesetz aufhören, welches gegeben ist vierhundertunddreissig Jahre hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so würde es nicht durch Verheissung gegeben; Gott aber hat’s Abraham durch Verheissung frei geschenkt. Was soll denn das Gesetz? Es ist hinzugekommen um der Sünde willen, bis der Same käme, dem die Verheissung geschehen ist, und ist gestellt von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines Mittler; Gott aber ist einer. Wie? Ist denn das Gesetz wider Gottes Verheissungen? Das sei ferne! Wenn aber ein Gesetz gegeben wäre, das da könnte lebendig machen, so käme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetz. Aber die Schrift hat alles beschlossen unter die Sünde, auf dass die Verheissung käme durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben.
Liebe Brüder, ich will nach menschlicher Weise reden: Verwirft man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestätigt ist, und tut auch nichts dazu. Nun ist ja die Verheissung Abraham und seinem Samen zugesagt. Er spricht nicht: «durch die Samen», als durch viele, sondern als durch e i n e n: «durch den Samen», welcher ist Christus. Ich sage aber davon: Das Testament, das zuvor von Gott bestätigt ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, dass die Verheissung sollte durch das Gesetz aufhören, welches gegeben ist vierhundertunddreissig Jahre hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so würde es nicht durch Verheissung gegeben; Gott aber hat’s Abraham durch Verheissung frei geschenkt. Was soll denn das Gesetz? Es ist hinzugekommen um der Sünde willen, bis der Same käme, dem die Verheissung geschehen ist, und ist gestellt von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines Mittler; Gott aber ist einer. Wie? Ist denn das Gesetz wider Gottes Verheissungen? Das sei ferne! Wenn aber ein Gesetz gegeben wäre, das da könnte lebendig machen, so käme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetz. Aber die Schrift hat alles beschlossen unter die Sünde, auf dass die Verheissung käme durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben.
Und er wandte sich zu seinen Jüngern und sprach insonderheit: «Selig sind die Augen, die da sehen, was ihr sehet. Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr sehet, und haben’s nicht gesehen, und hören, was ihr höret, und haben’s nicht gehört.» Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: «Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe?» Er aber sprach zu ihm: «Wie steht im Gesetz geschrieben? Wie liesest du?» Er antwortete und sprach: «Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüte, und deinen Nächsten wie dich selbst.» Er aber sprach zu ihm: «Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben.» Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesu: «Wer ist denn mein Nächster?» Da antwortete Jesus und sprach: «Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mörder; die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon 168 und liessen ihn halbtot liegen. Es begab sich aber ungefähr, dass ein Priester dieselbe Strasse hinabging; und da er ihn sah, ging er vorüber. Desgleichen auch ein Levit; da er kam zu der Stätte und sah ihn, ging er vorüber. Ein Samariter aber reiste und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte sich sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goss darein Öl und Wein und hob ihn auf sein Tier und führte ihn in die Herberge und pflegte sein. Des andern Tages reiste er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: ‹Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir’s bezahlen, wenn ich wiederkomme.› Welcher dünkt dich, der unter diesen dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war?» Er sprach: «Der die Barmherzigkeit an ihm tat.» Da sprach Jesus zu ihm: «So gehe hin und tue desgleichen!»
Werke zu diesem Anlass
Ich sage aber: Solange der Erbe unmündig ist, so ist zwischen ihm und einem Knechte kein Unterschied, ob er wohl ein Herr ist aller Güter; sondern er ist unter den Vormündern und Pflegern bis auf die Zeit, die der Vater bestimmt hat. Also auch wir, da wir unmündig waren, waren wir gefangen unter den äusserlichen Satzungen. Da aber die Zeit erfüllet ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das Gesetz getan, auf dass er die, so unter dem Gesetz waren, erlöste, dass wir die Kindschaft empfingen.
Ich sage aber: Solange der Erbe unmündig ist, so ist zwischen ihm und einem Knechte kein Unterschied, ob er wohl ein Herr ist aller Güter; sondern er ist unter den Vormündern und Pflegern bis auf die Zeit, die der Vater bestimmt hat. Also auch wir, da wir unmündig waren, waren wir gefangen unter den äusserlichen Satzungen. Da aber die Zeit erfüllet ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das Gesetz getan, auf dass er die, so unter dem Gesetz waren, erlöste, dass wir die Kindschaft empfingen.
Und sein Vater und seine Mutter verwunderten sich des, das von ihm geredet ward. Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: «Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen 57 vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird (und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen), auf dass vieler Herzen Gedanken offenbar werden.» Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels, vom Geschlecht Asser; die war wohl betagt und hatte gelebt sieben Jahre mit ihrem Manne nach ihrer Jungfrauschaft und war nun eine Witwe bei vierundachtzig Jahren; die kam nimmer vom Tempel, diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries den Herrn und redete von ihm zu allen, die da auf die Erlösung zu Jerusalem warteten. Und da sie es alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie wieder nach Galiläa zu ihrer Stadt Nazareth. Aber das Kind wuchs und ward stark im Geist, voller Weisheit, und Gottes Gnade war bei ihm.
